“Neue Partnerschaft“ oder neo-koloniale Praktiken?

Der am vergangenen Sonntag in Lissabon beendete EU-Afrika-Gipfel wurde von der Fehde zwischen Simbabwes Staatspräsident Robert Mugabe und Angela Merkel überschattet. In den Hintergrund geriet dabei, was eigentlich der Höhepunkt des Treffens hätte sein sollen: Die Unterzeichnung der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreements, EPA). Weiterlesen

Faschismus oder „nationaler Sozialismus“?

Mit dem 2006 gestarteten Versuch des konservativen Lifestylemagazins Cicero, nach Günter Grass auch die zweite Ikone der sozialdemokratischen Kulturrevolution, Jürgen Habermas, zum jugendlichen Adepten des Spätfaschismus zu machen, wird eine Tendenz der geschichtspolitischen Frontstellung deutlich, die Albrecht von Lucke in einer Analyse der Grass-Debatte als „Propaganda der Neuen Bürgerlichkeit“ bezeichnet hat. Während Grass’ spätes Eingeständnis seiner SS-Angehörigkeit als 17-jähriger bei den einen Entsetzen und bei den anderen mehr oder minder deutliche Befriedigung ob der damit erlangten moralischen Desavouierung auslöste, geriet die den Memoiren Joachim C. Fests entnommene Geschichte über Habermas’ angebliche Hitler-Begeisterung schnell zum Rohrkrepierer. Weiterlesen

Filmkritik: Free Rainer

„The hard working people, the salt of the earth“ – diese Zeile aus einem frühen Song der Rolling Stones zeugt vom einstigen Stolz der Arbeiterklasse. Heute ist dieser Stolz, ja das schlichte Bewusstsein über die eigene Stellung im Produktionsprozess, verschwunden.
Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung ist die kommerzialisierte Populärkultur, insbesondere das Fernsehen. Weiterlesen