Warum Energieeffizienz eine Illusion ist

Eine Energiespar-Kampagne des Wirtschaftsministeriums veranschaulicht ungewollt, warum ein grüner, umweltschonender Kapitalismus nicht funktionieren kann.

Der Slogan wirkt wie eine unfreiwillig komische Illustration des Rebound-Effekts: »Effizient ist, an den Heizkosten zu sparen. Nicht an den Reisekosten«, heißt es auf Plakaten und in Anzeigen, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit einigen Wochen aufhängen und schalten lässt. Weiterlesen

Der Entropie-Ökonom

«Jeder heute neu gebaute Cadillac verkürzt die Lebenschancen künftiger Generationen.» Diese für die jetzige Generation unangenehme Aussage ist die Quintessenz eines Buches, das 1971 erschien und seinen Autor, einen bis dato hoch anerkannten Wirtschaftswissenschaftler zu einem Außenseiter seiner Zunft werden ließ – und gleichzeitig zum Stichwortgeber der heute so en voguen Wachstumskritik. Der Titel des Buches lautet «The Entropy Law and the Economic Process». Der Verfasser war der in den USA lehrende Nicholas Georgescu-Roegen, dessen 20. Todestag sich am 30. Oktober jährt. Weiterlesen

Negativer Meilenstein

Fracking sei Dank: Erstmals seit 1995 fördern die USA wieder mehr Erdöl, als aus anderen Ländern eingeführt wurde. Laut aktueller Prognose der Internationalen Energie-Agentur (IEA) werden die USA übernächstes Jahr sogar der weltgrößte Erdölproduzent sein. Auch dafür ursächlich ist die umstrittene Fördermethode Fracking. Was das Weiße Haus als »Meilenstein« bezeichnet, weil das US-Empire sich so aus der Abhängigkeit von Importen aus dem Nahen Osten lösen kann, wird sich aus geopolitischer Sicht auf mittlere Sicht als Rohrkrepierer erweisen. Der IEA zufolge werden Saudi-Arabien und Co. die wichtigsten Förderer des schwarzen Goldes bleiben – trotz Fracking-Booms. Weiterlesen

Fanal für das Ende eines Zeitalters

Die Ölkrise warf die bis heute ungelöste Frage auf: Wie lässt sich die Abhängigkeit von Öl und Kohle verringern?
Seit dem Lieferstopp der OPEC vor 40 Jahren wird versucht, noch aus dem letzten Loch Öl, Kohle oder Gas zu »kratzen« – mit katastrophalen ökologischen Folgen.

Auch die Uhrzeitumstellung vom Wochenende, mit der der Leser womöglich noch zu kämpfen hat, ist eine Folge jener Ereignisse, die sich gerade zum 40. Mal jähren. Das Tageslicht sollte besser ausgenutzt, der Stromverbrauch damit gesenkt werden. Verglichen damit sind die anderen Konsequenzen der ersten Ölkrise vom Herbst 1973 weitaus gravierender. Weiterlesen