Wenn die Elite den Markt anprangert

Über Kapitalismuskritik auf dem Weltwirtschaftsforum und was das für die Linke bedeutet

Verkehrte Welt: Hedgefonds-Manager, Vermögensverwalter, Banker und Konzernbosse kritisieren das Kurzfristdenken in der Ökonomie und fordern eine bessere Verteilung von Wachstumsgewinnen sowie eine Reform des »Markt-Kapitalismus«. Das kapitalistische Wirtschaftsmodell funktioniere nicht mehr für die Menschen, meint Klaus Schwab, Gründer und Leiter des Weltwirtschaftsforums in Davos. Schuld daran seien »die allgegenwärtige Korruption, kurzfristiges Denken und die ungleiche Verteilung der Wachstumserträge«. Weiterlesen

Wer ist hier der Barbar?

Alain Badious Streitschrift gegen den globalen Kapitalismus nach den Morden von Paris

Der bei jungen Hipstern beliebte kommunistische Modedenker Alain Badiou hat eine Streitschrift wider dem Kapitalismus veröffentlicht. Diese ist dann am stärksten, wenn sie die Doppelmoral des Westens offenlegt.

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Ein Volk verkappter Sozialisten?

Hinter Kapitalismus- und Globalisierungskritik verbirgt sich häufig rechtes Gedankengut.
Meinungsumfragen, wie zuletzt von Allensbach, zeigen: Die deutsche Bevölkerung hegt eine ausgeprägte Skepsis gegenüber Marktwirtschaft und Kapitalismus. Doch das ist kein Grund zur Freude.

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„Irritierend hoch?!“

Bereits vor zwei Jahren – auf dem Höhepunkt der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise – brachte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ihre klammheimliche Freude über die mangelnde Attraktivität der Linken zum Ausdruck: „Deshalb klingen die Appelle der IG Metall, in denen grenzenlose Profitgier gegeißelt wird, nicht mehr anders als die Beiträge eines Volksbankenfunktionärs, der bei Maybrit Illner dem Gewinnstreben abschwört. Die CSU kommt inzwischen mit ihren Anti-Manager-Tiraden daher wie Attac im Trachtenanzug und gewinnt damit Popularität.“ (FAS, 5.4.2009) Weiterlesen