Freiheit, die sie meinen

Soft Power auf europäisch – das geht so: Man gründe eine Stiftung, finanziere sie mit Geldern aus den Haushalten der EU-Mitgliedsländer und der Schweiz, siedele sie in Brüssel an, wo sie zwar in Reichweite der EU-Kommission, aber juristisch belgischem Privatrecht unterworfen ist. Dann verteile man Gelder an Initiativen und Nichtregierungsorganisationen in benachbarten, nicht der EU angehörigen Staaten. Weiterlesen

Ungezügelter Lärm

Lightning Bolts neues Album ist ihre vielleicht beste Platte – und ihr Beispiel verrät etwas über linke Musikrezeption

Als der Rock ’n’ Roll nach Deutschland kam, war er gefährlich. In Hamburg, Essen und Berlin kam es bei Konzerten von Bill Haley Ende der 1950er Jahre zu Massenschlägereien und Polizeieinsätzen. Weiterlesen

»Zwischen Gucci und Gummistiefel«

Entschleunigungs-Magazine wie »Flow«, »Emotion Slow« oder »My Happinez« haben immer mehr Erfolg. Warum?

»Her mit dem schönen Leben« – so lautete das Titelthema der ersten Ausgabe der Zeitschrift »Emotion Slow« im Mai letzten Jahres. »Her mit dem schönen Leben« war vor über zehn Jahren auch einmal ein beliebter Slogan von linken Gruppen. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2002 mobilisierten Attac und Gewerkschaftsjugend damit für einen bundesweiten Aktionstag. Allerdings mit dem Zusatz »Eine andere Welt ist möglich«, der im Vergleich zu »Emotion Slow« eine völlig entgegengesetzte Ausrichtung verdeutlicht. Während bei Attac und Gewerkschaftsjugend eine politisch-gesellschaftliche Dimension angesprochen wurde, bezieht sich »Emotion Slow« auf das Individuum. Weiterlesen

Weg mit dem marxistischen Jargon!

Das US-Magazin «Jacobin» arbeitet an der Neuformulierung des Sozialismus für junge Amerikaner – mit Erfolg

Für eine linke Zeitschrift ist es ein enormer Erfolg: Nach nur vier Jahren hat das vierteljährlich erscheinende US-Magazin «Jacobin» bereits 7500 Abonnenten und monatlich bis 600 000 Website-Besuche. Im deutschsprachigen Raum scheint das undenkbar. Weiterlesen

Immer mehr vom immer Gleichen

Die Popmusik droht durch Big Data, Algorithmen und die Beliebtheit von Apps wie Shazam immer einheitlicher zu werden

Die Musikindustrie war das erste Opfer der Digitalisierung. Illegale Tauschbörsen sorgten für enorme Einnahmeeinbrüche der großen Plattenfirmen. Von Big Data und Algorithmen könnte die Musikindustrie indes profitieren – auf Kosten der Vielfältigkeit der Musik, befürchtet Derek Thompson. Weiterlesen